Wer mich kennt, der weiß, dass ich bereit bin, alles zu tun, um die Menschen in meiner Umgebung glücklich zu machen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne gebe.
Wer mich kennt, weiß, dass ich offen und herzlich bin.
Wer mich kennt, weiß, dass ich immer hilfsbereit bin.
Doch was, wenn ich selbst mal Hilfe benötige?
Was, wenn mich überfordert, was ich augenscheinlich schaffe, wegzustecken.
Wenn ich in einem Moment denke, dass ich mit jeder Situation umgehen kann, möchte ich im nächsten Moment lieber aufgeben und zurück zu meinem kleinen beschaulichen Leben vor dem Darts…
Nicht, weil ich es nicht mag oder weil ich nicht bereit bin, fleißig zu arbeiten.
Nein, es sind die Dinge der Vergangenheit, die mich verfolgen und oft nicht schlafen lassen
Ich liebe den Dartsport und ich liebe wirklich, was ich tue, doch genau das bringt mich immer wieder an meine Grenzen.
Umgeben von einem System, welchem ich mich nicht nur für mich, sondern auch für andere vollkommen verschrieben hatte. Ein System, welches ich als „mein Baby“ betrachtet hatte und für das ich nicht nur meine eigene Firma aufgegeben, sondern auch mein Leben umgekrempelt habe.
Ich bin kein Teil mehr davon und längst in Vergessenheit geraten und genau das tut unglaublich weh
Menschen kommen und gehen, das ist völlig normal, aber täglich mit Etwas zu arbeiten, was einst Lebensinhalt war und wofür man gekämpft hat, um es aufzubauen und groß zu machen, ist wie eine Art Selbstzerstörung, der man nicht entkommen kann.
Etwas einfach loszulassen, was man doch eigentlich liebt… wie geht das?
Dann kommt das eigentliche und vielleicht noch größere Problem – Hilfe oder Antworten erbitten, die nicht mehr gehört werden. Anfragen zu stellen, die nicht einmal eine Rückmeldung bekommen…
Ganz ernsthaft…
das Loch, in welches ich nach einem unausgesprochenen Ende fiel, war tief und noch immer schaffe ich es nicht, die Geschehnisse zu verstehen, aber ohne Unterstützung und Hilfe zurückzubleiben in einem System, welches mir geben könnte, was ich brauche, um Abstand zu gewinnen, während ich nicht nur über Jahre hinweg ein wichtiger Bestandteil eines Wachstums war, sondern auch stets zur Seite stand, ist ein Ritt auf der Rasierklinge.
Ist es Selbstschutz, jemanden zu blockieren, weil er verletzt ist und alles versucht, endlich Antworten zu finden?
Ist mein einziger möglicher Schutz, etwas aufzugeben, was ich eigentlich liebe?
Ich stelle mir diese Frage aktuell sehr oft, doch die passende Antwort kann ich noch nicht finden…
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