Aufgeben?

Ein Gedanke, der mich aktuell ständig verfolgt…

Wenn man irgendwann vollkommen isoliert wird und kein Wort mehr ankommt, an einer Stelle, in der Du immer da warst, dann geschieht etwas mit Dir.
Das lässt sich nicht in Worte fassen, das kann man nur fühlen.

Eine Firma? Eine Leidenschaft? Ein Lebenswerk?

All das gab es in meiner vorher so kleinen beschaulichen Welt. Doch ich entschied mich für genau diese Dinge.
Aufopfern für Etwas, woran ich glaubte.

Genau das war der Grund, weshalb ich heute tue, was ich eben tue.
Turniere und Ligen planen und leiten.
Aufgaben, die einst so einfach schienen, sind heute ein täglicher Kampf, den niemand sieht.

Das Problem?

Ich nutze ein System, für das ich mein eigenes Leben geopfert habe und in das ich alles steckte, was mir zur Verfügung stand. Zeit, Liebe, Leidenschaft, Geld und all meine Kraft. Doch all das habe ich nicht für mich getan.
Alles gab ich auf, um einen „Freund“ zu unterstützen.
Heute ist alles weg. Mein altes Leben (meine Firma „Helgas Modewelt“, welche ich aufgab), der „Freund“, meine Leidenschaft und leider oft auch meine Kraft.
Warum?
Weil ich zu direkt war, zu oft um Dinge gebeten hatte, die man mir nicht geben konnte, weil ich zu sehr damit beschäftigt war, aufzustehen, wenn mich die Umstände schlichtweg zu Boden geworfen hatten.

Das System, welches ich heute nutze, ist das System, welches mir alles abverlangt. Mit ihm arbeiten, aber nicht mehr als das sehen, was es über Jahre für mich war. 
Mein Kind, mein Baby, mein Leben…

Die Zukunft?

Ich kann es heute leider noch nicht sagen.
Jeden Tag stehe ich auf und steht zwischen aufgeben und weitermachen.
Jedesmal, wenn ich mir wünsche, ich könnte um Hilfe bitten, werde ich zurückgeworfen.
Jedesmal, wenn ich mich traue, einen Schritt zu gehen, zerplatzt meine Hoffnung wie eine Seifenblase.

In einem Moment möchte ich aufgeben und der Dartswelt den Rücken zudrehen und im nächsten Moment denke ich „Helga, das schafft Du“.

Heute bin ich noch da – heute bleibe ich hier – morgen? Wer weiß das schon…?